Vorbereitung auf das Austauschjahr
Eine gute Vorbereitung hilft dir, entspannt in dein Austauschjahr zu starten und dich schon vor dem Abflug sicher zu fühlen. In diesem Kapitel zeige ich dir, was du vor deiner Abreise erledigen musst und worauf du achten solltest. Auch wenn es am Anfang viel scheint, wirst du Schritt für Schritt merken, dass alles machbar ist und die Vorfreude auf dein Abenteuer dabei immer grösser wird.
Entscheidung für ein Austauschjahr
Du befindest dich vermutlich im ersten Jahr an der Kantonsschule, doch warum solltest du dich nun für ein Austauschjahr in den USA entscheiden? Es kann von verschiedenen persönlichen Zielen abhängen: Hat es dir die amerikanische Kultur angetan und möchtest du sie nun hautnah selbst erleben? Vielleicht möchtest du dein Englisch verbessern, um später ein Diplom wie das Cambridge Advanced zu absolvieren? Du möchtest selbstständiger und unabhängiger von deinen Eltern werden und dich somit auch selbst finden? Dies könnten mögliche Punkte sein, die dich momentan dazu bewegen, ein Austauschjahr zu machen. Du kannst aber auch an deine Zukunft denken, denn ein solches Austauschjahr kann dir Vorteile für dein zukünftiges Studium oder deinen Beruf bringen. Dieses Jahr ist vor allem im zweiten Jahr an der Kantonsschule für alle empfohlen, die die Möglichkeit dazu haben.
Auswahl der Austauschorganisation
Du hast dich nun dazu entschieden, dich genauer mit einem Austauschjahr auseinanderzusetzen. Dazu brauchst du eine Austauschorganisation, die dir bei der Planung und Durchführung des ganzen Austauschs hilft. Sie unterstützt dich beispielsweise bei der Bewerbung, der Suche nach einer Gastfamilie, den benötigten Dokumenten und der Vorbereitung auf deinen Aufenthalt. Auch während deines Austauschjahres steht dir die Organisation bei Fragen und Problemen zur Seite.
An der Kantonsschule Wohlen gibt es jedes Jahr Anfang September eine Veranstaltung, bei der sich zahlreiche Austauschorganisationen vorstellen. Diese zu besuchen kann dir ein erstes Bild davon geben, welche Organisation am besten zu dir passen könnte. Anschliessend gibt es noch die Möglichkeit, auf die Organisationen zuzugehen und allfällige Fragen zu stellen. Im Internet kannst du dich ebenfalls über die verschiedenen Organisationen informieren und dir deine Favoriten heraussuchen.
Nun kannst du deine Favoriten miteinander vergleichen. Dies geht über ihre Webseiten, du kannst dir aber auch ihre Kataloge bestellen, um dich genauer mit ihnen auseinanderzusetzen. Bei der Wahl der Organisation können viele Kriterien deine Entscheidung beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise der Ruf und die Erfahrung der Organisation, die Kosten und die dafür erhaltene Leistung, die Qualität der Betreuung im Heimat- und Gastland sowie die Auswahl an Gastländern und Programmen. Um weitere Fragen zu stellen oder dich genauer zu informieren, kannst du auch ein Gespräch mit den Austauschorganisationen vereinbaren. Dies hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen.
Ich kann dir die Organisation „INTO“ sehr ans Herz legen. Es ist eine Schweizer Austauschorganisation, die eine grosse Auswahl an Standorten bietet, wenn es um die USA geht. Bei ihr habe ich mich immer wohlgefühlt und hatte während meiner ganzen Reise keine Probleme.
Programmarten und Platzierungsmöglichkeiten
In den USA gibt es eine grosse Auswahl an Möglichkeiten für dein Programm oder deine Platzierung, für die du dich entscheiden kannst. Ich werde dir die wichtigsten vorstellen und dir einen Rat geben, welche dich in welchem Fall ansprechen könnten. In meinem Beispiel verwende ich meine Austauschorganisation „INTO“, jedoch ist das Angebot bei anderen Organisationen ähnlich.
Dauer des Austauschs
Grundsätzlich gibt es die Optionen von sechs Monaten oder einem Jahr, wobei sich ein ganzes Austauschjahr in den USA auf ungefähr zehn Monate verkürzt. Hierbei musst du dich bei deiner Schule informieren, welche Richtlinien für dich gelten. Bei der Kantonsschule Wohlen gibt es mehrere Möglichkeiten.
Ein einjähriger Auslandaufenthalt
Dieser sollte in der Regel in der 2. Klasse stattfinden. Es gibt auch andere Möglichkeiten, aber nur in der 2. Klasse kannst du in deine frühere Abteilung zurückkehren. Besuchst du die Fachmittelschule, kannst du kein Jahr überspringen und setzt deine Schullaufbahn an dem Ort fort, an dem du sie verlassen hast. Beim Gymnasium sieht dies anders aus, da kannst du zwischen zwei Optionen wählen: Du wiederholst das Jahr und steigst an dem Ort wieder ein, an dem du die Schule verlassen hast, oder du „überspringst“ das Jahr und setzt deine Schullaufbahn in der gleichen Abteilung fort.
Falls du eine Klasse überspringen möchtest, gilt bei der Kantonsschule Wohlen, dass du eine bestimmte Anzahl an Saldopunkten benötigst. In meinem Fall waren es sieben. Kannst du diese nicht erreichen, musst du deine Schullaufbahn ebenfalls an dem Ort wiederaufnehmen, an dem du sie verlassen hast.
Ein halbjähriger Auslandaufenthalt
Hierbei steht es dir frei, ob du im 1. oder im 2. Halbjahr wegreisen möchtest. Beide Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Jedoch musst du beachten, dass du eine bestimmte Anzahl an Saldopunkten ein halbes Jahr vor der Abreise erreicht hast. Bei einem halbjährigen Aufenthalt kannst du nur in die gleiche Abteilung zurückkehren.
Falls du dich entschieden hast, wie lange dein Aufenthalt dauern soll, kannst du den Urlaubsantrag auf der Webseite der Kantonsschule Wohlen herunterladen. Hierbei musst du beachten, dass dies erst möglich ist, wenn du auch eine Bestätigung deiner Austauschorganisation hast.
Programmarten
Über INTO gibt es zwei verschiedene Optionen für die Wahl der Programmart: das Classic-Programm und das Select-Programm. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Ich stelle dir beide vor, damit du dir ein Bild davon machen kannst, welches Programm am besten zu dir passen könnte.
USA Classic
Das Classic-Programm ist das Richtige für dich, falls du offen für alles bist und dich überraschen lassen möchtest. Hierbei handelt es sich um ein Überraschungsprogramm, bei dem du keinen bestimmten Ort auswählen musst.
Kommen wir zuerst zu den Voraussetzungen und organisatorischen Informationen. Bei deiner Reise solltest du zwischen 15 und 18,5 Jahren alt sein und bereits gute Englischkenntnisse haben. Die Bewerbungsfristen können je nach Programm variieren. Beim Sommerprogramm ist die Frist der 13. März und beim Winterprogramm der 1. Oktober. Es empfiehlt sich jedoch, so früh wie möglich zu starten, da die Plätze bereits vor dieser Frist ausgeschöpft sein können.
Programmdaten Sommer
- Anreise: Ende Juli – September
- Abreise Winter: Dezember – Januar
- Abreise Sommer: Mitte Mai – Ende Juni
Programmdaten Winter
- Anreise: Ende Dezember – Februar
- Abreise: Mitte Mai – Ende Juni
Diese Daten hängen vom Staat und vom Schuldistrikt ab.
Es besteht die Möglichkeit, gegen eine zusätzliche Gebühr einen Regionen- oder Staatenwunsch anzugeben. Jedoch besteht keine Garantie, dass dieser auch erfüllt wird. Falls du dich bis zum 30. November für eine Sommerabreise oder bis zum 30. Juni für eine Winterabreise anmeldest, schenkt dir INTO diesen Regionenwunsch. Falls du dir einen bestimmten Staat wünschen möchtest, fällt dafür ein Betrag an, der je nach Beliebtheit des Staates variieren kann.
Eine ganze Kostenliste dazu findest du hier.
Du wirst bei einer Gastfamilie leben. Wie eine solche aussehen kann, findest du im Kapitel über die Gastfamilie. Deine Gastfamilie verdient kein Geld an dir, sondern nimmt dich komplett freiwillig und gerne auf. Ein Einzelzimmer ist nicht garantiert, jedoch kannst du eine Präferenz angeben und deine Organisation wird versuchen, dies zu berücksichtigen.
Bei diesem Programm besteht auch die Möglichkeit auf ein Orientation Camp, welches je nach Partnerorganisation in New York oder in Washington D.C. stattfindet. Du verbringst bei deiner Anreise nach New York oder Mitte September in Washington D.C. vier Tage an diesem Ort. Dabei kannst du dich auf Sightseeing, Workshops und das Kennenlernen anderer Austauschschüler freuen. Der Preis dafür ist teilweise schon inbegriffen oder wird zusätzlich verrechnet. Je nach Partnerorganisation kostet das Camp CHF 950–1’400.
Die Kosten hängen davon ab, was du für dein Austauschjahr auswählst. Schaue bei „Finanzielle Aspekte“ nach, um mehr über die finanziellen Aspekte eines Austauschjahres herauszufinden.
Die wichtigsten Punkte, die in den Preisen enthalten sind, sind die Flüge, die Organisation für dich, die Unterbringung bei der Gastfamilie, dein Platz an der Schule, die Versicherung und vieles mehr.
Ich persönlich habe mich für dieses Programm entschieden, da ich keinen grossen Wunsch hatte, wo ich genau hinwollte. Klar gab es bekannte Namen wie Kalifornien oder New York, jedoch wollte ich mich überraschen lassen und vielleicht in eine Region kommen, in der ich noch nie war. Dieses Programm ist auch gut, um deine Vorstellungen in einem gewissen Rahmen zu halten. Bei der Wahl von Kalifornien kannst du beispielsweise trotzdem in einem kleinen Dorf im Nirgendwo landen.
Deshalb empfehle ich dir: Sei offen und lass den Ort und die Familie auf dich zukommen.
USA Select
Beim Select-Programm kannst du dir dein Austauschjahr nach deinen Wünschen gestalten. Ob du Grossstädte, Berge oder das Meer bevorzugst, du bekommst mehr Möglichkeiten, deine Wünsche einzubringen. Je nach Ort kannst du dir den Schulbezirk oder sogar die Schule selbst aussuchen, was jedoch einen höheren Preis mit sich bringt.
Kommen wir zuerst zu den Voraussetzungen und organisatorischen Informationen. Bei deiner Reise solltest du zwischen 15 und 18,5 Jahren alt sein und bereits gute Englischkenntnisse haben. Im Vergleich zum Basic-Programm gibt es keine fixe Anmeldefrist. Du kannst dich anmelden, solange freie Plätze zur Verfügung stehen.
Programmdaten Sommer
- Anreise: Ende Juli – September
- Abreise Winter: Dezember – Januar
- Abreise Sommer: Mitte Mai – Ende Juni
Programmdaten Winter
- Anreise: Ende Dezember – Februar
- Abreise: Mitte Mai – Ende Juni
Diese Daten hängen vom Staat und vom Schuldistrikt ab.
In diesem Programm hast du mehr Wahlmöglichkeiten. Ich liste dir die wichtigsten auf:
- Wunschschulen und Wunschschuldistrikte entsprechend deinen Interessen, Hobbys, deinem Standort und deinen Schulfächern
- Privatschulen sowie öffentliche Schulen
- Einzelzimmergarantie gegen Zusatzgebühr: CHF 4’000 für ein Schuljahr, CHF 2’000 für ein Semester
- Möglichkeit, ein Semester auf ein ganzes Jahr zu verlängern
Auch hier wirst du bei einer Gastfamilie leben. Diese wird jedoch für ihre Auslagen entschädigt. Gegen einen Aufpreis kannst du dir auch ein Einzelzimmer wünschen.
Die öffentlichen Schulen werden staatlich finanziert und spiegeln den typischen Alltag eines amerikanischen Schülers oder einer amerikanischen Schülerin wider. Die Kosten halten sich in Grenzen, die Schulen sind oft grösser und besitzen ein vielfältigeres Angebot an Schulfächern. Auch im sportlichen Bereich gibt es eine grössere Auswahl.
Die Privatschulen sind kostenpflichtig und meist teurer. Die Schulen sind kleiner und spezialisierter auf die Schulfächer, die sie anbieten. Das sportliche Angebot ist gross, kann jedoch auch sehr wettbewerbsintensiv sein. Diese Schulen sind empfehlenswert, wenn du etwas Spezifisches suchst, das diese Schule anbietet.
Bei diesem Programm besteht ebenfalls die Möglichkeit auf ein Orientation Camp, welches in New York stattfindet. Du verbringst bei deiner Anreise vier Tage dort. Dabei kannst du dich auf Sightseeing, Workshops und das Kennenlernen anderer Austauschschüler freuen. Dieses Camp erfordert eine separate Anmeldung und kostet zusätzlich CHF 950.
Klicke hier, um mehr über die verfügbaren Schulen, ihre Orte und die Preisliste herauszufinden.
USA Select Basic
Hierbei handelt es sich um ein neues Programm, welches es zu meiner Zeit noch nicht gab. Der Gedanke dieses Programms ist, dass du dir besonders wichtige Angebote wünschen kannst, ohne dich auf einen bestimmten Ort zu fixieren. Somit handelt es sich um eine Mischung aus den anderen beiden Programmen.
Ist dir Sport, Musik oder ein bestimmtes akademisches Level besonders wichtig? Dann kümmert sich die Organisation darum, eine passende Schule für dich zu finden, ohne dabei auf einen bestimmten Ort fokussiert zu sein.
Die Programmkosten sehen folgendermassen aus:
- Ein Schuljahr: CHF 26’300
- Ein Semester: CHF 21’600
Im Preis inbegriffen sind die Flüge, die Auswahl der Schule und ihre Gebühren sowie deine Gastfamilie.
Bewerbungsprozess
Du hast nun die passende Organisation und das passende Programm gefunden oder hast einen Favoriten und möchtest dich noch weiter informieren? Direkt über die Webseite kannst du dich für ein Kennenlerngespräch anmelden. Danach bekommst du eine E-Mail von der für dich zuständigen Person. Dabei ist auch nochmals eine Liste möglicher Orte, Schulen und Preise enthalten, damit du dir weitere Gedanken machen kannst.
Du musst einen Termin für dieses Kennenlerngespräch vereinbaren und dich darauf vorbereiten. Du solltest dir Gedanken zu möglichen Fragen machen, damit du genau weisst, was du sagen möchtest. Dieses Gespräch dient dazu, dass die Organisation einschätzen kann, welches Programm am besten zu dir passen könnte, und dir gleichzeitig weitere Informationen geben kann.
Wichtig dabei ist, dass dieses Gespräch unverbindlich ist. Du kannst dich bei mehreren Organisationen für ein solches Gespräch anmelden, um dir ein Bild davon zu machen, mit wem du dieses Abenteuer gerne antreten möchtest.
Nach diesem Gespräch bekommst du ein Personalienblatt, damit deine Bewerbung offiziell starten kann. Dazu erhältst du auch einen Leitfaden, der dir beim ganzen Prozess helfen soll. Von diesem Schritt an stehst du im Mittelpunkt. Die Organisation steht in Kontakt mit dir. Deine Eltern bekommen natürlich alle wichtigen Informationen, aber du bist die wichtigste Person in diesem Prozess.
Nun solltest du eine E-Mail mit vier wichtigen Dokumenten bekommen.
Als Erstes erhältst du einen Vertrag mit wichtigen Fakten und Regeln, den du sorgfältig durchlesen und unterschreiben musst. Nimm dir dafür ruhig Zeit und besprich den Vertrag mit deinen Eltern.
Du bekommst ausserdem eine Checkliste für deine Onlinebewerbung, die du über die Partnerorganisation in den USA ausfüllst. Den Link zu dieser Seite bekommst du separat von dieser Partnerorganisation zugestellt. Ich gehe diese Bewerbung mit dir durch und nenne dir die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest. Die ganze Bewerbung muss auf Englisch geschrieben werden.
Bewerbung bei der Organisation
Die Abschnitte „Profile“ und „Family“ sind selbsterklärend. Dort musst du die gestellten Fragen beantworten. Ein wichtiger Punkt ist die Frage: „Do you refuse to attend religious and church services with your host family?“ Wichtig zu wissen ist, dass Religion in den USA eine grössere Rolle spielen kann als in der Schweiz. Falls du dazu nicht bereit bist, kann die Suche nach einer passenden Gastfamilie schwieriger werden.
Im Bereich „Activities/Interests“ musst du deine Hobbys und Aktivitäten angeben, die du gerne machst oder neu lernen möchtest. Zu empfehlen sind auch typisch amerikanische Sportarten oder Aktivitäten, da deine Gastfamilie gerne ihre Kultur mit dir teilen möchte. Zeige ihnen, dass du diese Erfahrungen machen möchtest. Du kannst auch Aktivitäten nennen, die du gerne mit deiner Gastfamilie machen würdest. So könnt ihr euch besser kennenlernen und du kannst gleichzeitig etwas von deinem eigenen Land teilen.
Der Bereich „Motivation“ ist einer der wichtigsten Teile deiner Bewerbung. Achte deshalb darauf, dir dafür genügend Zeit zu nehmen. Besonders dein Video und dein „Motivation Letter“ sollten deine Persönlichkeit zeigen und dich von anderen Austauschschülern abheben. Deine Gastfamilie sollte dadurch ein gutes Bild von dir und den verschiedenen Aspekten bekommen, die dich ausmachen.
Beim Abschnitt „Photo Album“ musst du verschiedene Bilder von dir, deiner Familie, deinen Freunden und deinen Lieblingsaktivitäten teilen. Achte darauf, dass die Qualität der Bilder gut ist und die Bilder einen Einblick in dein Leben geben.
Im Bereich „Education“ brauchst du deine Noten. Ausserdem muss dein Zeugnis auf das amerikanische System übertragen werden. Deine Zeugnisse der letzten zwei Jahre müssen zusätzlich von der Schule bestätigt werden.
Hier findest du die Übersetzung laut INTO:
Noten
Schweizer Note | Definition | Internationales Notensystem | GPA (4.0) |
6 / 5.5 | Excellent | A+ | 4.0 |
5 | Good | A | 4.0 |
4 / 4.5 | Satisfactory | B | 3.0 |
3.5 | Pass | C | 2.0 |
3 / 2.5 | Poor | D | 1.0 |
2 / 1 | Fail | F | 0.0 |
Im Bereich „Evaluation“ musst du einen ELTIS-Test absolvieren. Dafür musst du ein Datum mit deinem Berater vereinbaren, da der Test online durchgeführt wird. Du musst diesen bestehen, um dein Austauschjahr starten zu können. Ebenfalls brauchst du eine Empfehlung deiner Englischlehrperson. Falls vorhanden, kannst du weitere Englischtests hinterlegen.
Beim Unterthema „Medical“ musst du verschiedene Dokumente herunterladen und ausfüllen. Dafür brauchst du deinen Impfpass und musst zu deinem Hausarzt. Dieser muss unter anderem den international anerkannten Impfausweis ausfüllen, den du für deine Abreise benötigst.
In den meisten Fällen sind noch einige Impfungen notwendig. Ich empfehle dir deshalb, frühzeitig damit anzufangen, da dafür mehrere Arztbesuche notwendig sein können.
Beachte dabei, dass der Tuberkulosetest bei deiner Abreise nicht älter als sechs Monate sein darf. Du kannst deine Bewerbung also abschicken, bevor du alle Impfungen hinter dir hast.
Bei den „Program Options“ kannst du verschiedene Präferenzen für dein Austauschjahr angeben. Ich empfehle dir sehr, offen zu sein, da du dich sonst schnell einschränkst. In vielen Fällen hat sich für mich gezeigt, dass etwas Neues nicht direkt schlecht sein muss.
Das letzte Dokument, das dir zugeschickt wird, ist das Urlaubsgesuch. Dieses ist wichtig, um dich für ein Jahr oder Semester von deiner Schule abzumelden. Achtung: Bei der Kantonsschule Wohlen brauchst du zusätzlich das Abmeldeformular der Schule selbst. Dieses kannst du beim Sekretariat abholen.
Nun bist du angemeldet und offiziell im Programm aufgenommen.
Auswahl und Zuteilung der Gastfamilie
Nachdem deine Bewerbung abgeschlossen ist, beginnt die Suche nach einer passenden Gastfamilie. Dabei versucht die Organisation, eine Familie zu finden, die möglichst gut zu dir und deinen Interessen passt. Dafür werden unter anderem deine Hobbys, deine Persönlichkeit, deine Wünsche und die Angaben aus deiner Bewerbung berücksichtigt.
Sobald eine passende Gastfamilie gefunden wurde, erhältst du Informationen über sie. Dazu gehören beispielsweise der Wohnort, die Familienmitglieder, ihre Hobbys und weitere Informationen über ihr Leben. Auch die Gastfamilie bekommt Informationen über dich und kann sich dadurch bereits ein erstes Bild von dir machen.
Danach folgt normalerweise der erste Kontakt mit der Gastfamilie. Dieser kann beispielsweise über einen Videoanruf oder per Nachricht stattfinden. Für mich war dieser Moment besonders spannend, da ich zum ersten Mal mit der Familie sprechen konnte, bei der ich die nächsten zehn Monate verbringen würde. Ich war gespannt, wie sie sein würden und ob wir uns gut verstehen würden.
Da ich meine Platzierung schon früh bekam, hatte ich genug Zeit, meine Gastfamilie genauer kennenzulernen. Insgesamt hatten wir mehr als drei Videoanrufe, was ich sehr beruhigend fand, da ich dadurch weniger nervös war.
Bei der Auswahl der Gastfamilie würde ich empfehlen, möglichst offen zu bleiben. Die Familie muss nicht in allen Punkten den eigenen Vorstellungen entsprechen. Viel wichtiger ist, dass die grundlegende Einstellung und die gegenseitige Sympathie stimmen. Schliesslich wird die Gastfamilie für mehrere Monate ein wichtiger Teil deines Lebens sein.
Bedenke dabei: Je mehr Einschränkungen du bei der Bewerbung angibst, desto kleiner ist die Chance, dass eine passende Familie für dich gefunden werden kann.
Zeitplan und wichtige Fristen
Hier findest du einen groben Zeitplan, der dir als Orientierung dient, wann du ungefähr was erledigen solltest. Die Zeitangaben sind nur als Richtwerte gedacht, denn je nach Organisation und Gastfamilie kann der Ablauf etwas anders aussehen. Vergleiche deine Fristen deshalb immer mit den Angaben deiner Austauschorganisation. Wenn du dich früh genug an die einzelnen Schritte hältst, vermeidest du Stress und kannst dich in den letzten Wochen vor dem Abflug ganz auf die Vorfreude konzentrieren.
Zeitplan und wichtige Fristen
Zeitpunkt | Was sollte erledigt werden? |
ca. 1½ Jahre vor der Abreise | Austauschjahr planen und verschiedene Organisationen vergleichen |
September/Oktober | Austauschmesse besuchen und erste Gespräche mit Organisationen führen |
Herbst | Organisation und Programm auswählen |
Herbst/Winter | Bewerbung starten und alle benötigten Unterlagen vorbereiten |
Winter | Bewerbung vollständig einreichen |
Winter/Frühjahr | Bewerbung wird geprüft und Gastfamilie wird gesucht |
Frühjahr | Medizinische Unterlagen, Impfungen und Englischtest erledigen |
Frühjahr/Sommer | Gastfamilie und Schule werden zugeteilt |
nach der Platzierung | Gastfamilie kennenlernen und erste Videoanrufe machen |
einige Monate vor der Abreise | Visum beantragen und Termin bei der US-Botschaft wahrnehmen |
vor der Abreise | Versicherungen kontrollieren, Dokumente vorbereiten, Reise organisieren und Koffer packen |
Ende Juli–September | Abreise in die USA |
Administrative Vorbereitungen
Nachdem die Bewerbung und die Platzierung abgeschlossen waren, mussten noch verschiedene administrative und gesundheitliche Vorbereitungen erledigt werden. Dazu gehörten vor allem das Visum, die Versicherungen sowie die Impfungen und die Gesundheitsvorsorge. Diese Punkte sollten frühzeitig erledigt werden, damit kurz vor der Abreise nicht noch wichtige Dokumente oder Termine fehlen.
Visum
Für mein Austauschjahr in den USA benötigte ich ein J-1-Visum. Nach meiner erfolgreichen Bewerbung erhielt ich von meiner Austauschorganisation die notwendigen Unterlagen für den Visumantrag, darunter auch das DS-2019. Danach musste ich den Visumantrag online ausfüllen und einen Termin bei der US-Botschaft in Bern vereinbaren.
Für den Termin musste ich verschiedene Dokumente mitnehmen, unter anderem meinen Reisepass und das DS-2019. Zusätzlich benötigte ich ein Passfoto und musste die entsprechenden Gebühren bezahlen. Beim Termin wurden meine Unterlagen kontrolliert und mir wurden einige Fragen zu meinem Austauschjahr gestellt. Nach der Bearbeitung erhielt ich meinen Reisepass mit dem Visum zurück.
Ich würde empfehlen, mit der Beantragung früh genug zu beginnen, da die Vorbereitung der Unterlagen und die Bearbeitung des Visums etwas Zeit benötigen können.
Versicherungen
Bei den Versicherungen musste ich mich zum Glück nicht um alles selbst kümmern. Die Austauschorganisation organisierte die Versicherung für meinen Aufenthalt in den USA. In meinem Fall war die Versicherung über CISI. Dadurch musste ich mich nicht selbst auf die Suche nach einer passenden Versicherung machen und hatte bereits vor der Abreise Klarheit darüber, was während meines Austauschjahres abgedeckt war.
Die Versicherung deckte unter anderem wichtige Bereiche wie Krankheit und Unfälle ab. Vor der Abreise erhielt ich die nötigen Informationen und Unterlagen zur Versicherung. Während meines Austauschjahres lief damit alles problemlos und ich hatte keine Schwierigkeiten mit der Versicherung.
Trotzdem würde ich empfehlen, sich vor der Abreise kurz mit der Versicherung auseinanderzusetzen und die wichtigsten Informationen sowie Notfallnummern griffbereit zu haben.
Impfungen und Gesundheitsvorsorge
Vor meiner Abreise musste ich ebenfalls meine Impfungen überprüfen und sicherstellen, dass alle benötigten Impfungen aktuell waren. Dafür kontrollierte ich meinen Impfpass und besuchte meinen Arzt. Die Austauschorganisation verlangte ausserdem verschiedene medizinische Formulare, die von meinem Arzt ausgefüllt werden mussten.
Da für einige Untersuchungen oder Impfungen mehrere Termine notwendig sein können, würde ich empfehlen, frühzeitig damit zu beginnen. Alle Impfungen und medizinischen Angaben mussten korrekt dokumentiert werden und teilweise auch in englischer Form vorliegen.
Neben den Impfungen sollte auch an persönliche Medikamente und andere gesundheitliche Bedürfnisse gedacht werden. Ich stellte deshalb vor der Abreise sicher, dass ich die benötigten Medikamente für meinen Aufenthalt dabei hatte und wusste, welche Unterlagen ich dazu benötigte.
Finanzielle Aspekte
Ein Austauschjahr in den USA ist mit verschiedenen finanziellen Aufwendungen verbunden. Neben den Programmkosten selbst fallen weitere Ausgaben an. Es ist wichtig, sich frühzeitig einen Überblick über die Gesamtkosten zu verschaffen, um die Finanzierung des Austauschjahres sorgfältig zu planen. In diesem Kapitel nenne ich alle Kosten, die anfallen können und mit denen du vielleicht gar nicht gerechnet hast, da die Kosten einen entscheidenden Faktor spielen können.
Sehr offensichtlich sind die Programmkosten. Diese können variieren, je nachdem, für welches Programm du dich entschieden hast.
Im Preis inbegriffen:
- Hin- und Rückreise
- Unterbringung bei deiner Gastfamilie
- dein Platz an der Schule
- eine Betreuungsperson sowie eine 24-Stunden-Hotline
- die Kranken- und Unfallversicherung
Eine ausführliche Liste von INTO findest du hier unter „Was ist alles im Preis inbegriffen, was für Zusatzkosten fallen an?“.
Nun fallen aber auch Nebenkosten an, die gerne vergessen werden.
Vor deiner Abreise
- Visumkosten, dazu gehören das SEVIS I-901 sowie das Visum mit Foto
- Kosten für optionale Wahlmöglichkeiten
- das Orientation Camp, sofern es nicht im Preis inbegriffen ist
Während deines Austauschjahres
- Schulkosten. Wie Material, Laborkosten, Schuluniform, Sportangebote oder Mittagessen
- Taschengeld. Empfohlen sind ungefähr CHF 300 in der lokalen Währung, wobei dies stark von deinen Plänen abhängt
- optionale Reisen. Während des Jahres hast du die Möglichkeit, an Gruppenreisen in den USA teilzunehmen. Erkundige dich dafür bei deiner Organisation nach weiteren Informationen
- Es ist ebenfalls eine gute Idee, deine Gastfamilie hin und wieder einzuladen, um deine Dankbarkeit zu zeigen. Dazu gehört beispielsweise, gemeinsam auswärts essen zu gehen, ihren Einkauf zu bezahlen oder den Tank aufzufüllen
- Handy-Abo. Dieses ist sehr empfehlenswert, damit du immer erreichbar bist. Achtung: Diese Abos können schnell teuer werden. Mint Mobile ist beispielsweise eine kostengünstige Option
- Feiertage wie Weihnachten und die Geburtstage deiner Gastfamilie. Beliebt sind Geschenke aus deinem Heimatland
- Schultänze wie Prom und Homecoming. Mit Eintrittsgebühren sowie Kosten für ein Kleid oder einen Anzug ist zu rechnen
- zusätzliche Kleidung und andere Einkäufe. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du während des Jahres viele neue Sachen kaufst. Dadurch kann am Ende auch ein zweiter Koffer oder Übergepäck notwendig werden
Kosten eines Austauschjahres
Die Kosten für ein Austauschjahr hängen stark von der gewählten Organisation und dem Programm ab. Zusätzlich zu den eigentlichen Programmkosten solltest du auch die oben genannten Nebenkosten einplanen. Gerade Ausgaben wie Taschengeld, Schulaktivitäten, Reisen oder Einkäufe können sich während zehn Monaten stark summieren.
Deshalb empfehle ich dir, bereits vor der Abreise ein eigenes Budget zu erstellen. So kannst du besser einschätzen, wie viel Geld du für dein Austauschjahr tatsächlich benötigst.
Finanzierungsmöglichkeiten und Stipendien
Für viele sind die Kosten eines Austauschjahres ein entscheidender Faktor, da diese sehr schnell hoch werden können. Aber keine Angst, es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Kosten zu reduzieren.
Eine erste Option sind Stipendien, die INTO direkt anbietet. Beim Classic-Programm werden pro Jahr zwei Schüler*innen ausgewählt. Dabei übernehmen sie CHF 1’000 pro Monat, den du im Ausland verbringst. Das kann einen grossen Teil der Programmkosten abdecken. Für die Auswahl ist die finanzielle Situation deiner Familie entscheidend. Deine Noten spielen dabei keine Rolle. Falls dich dies anspricht, kannst du dich direkt bei der Anmeldung melden, damit du in die Auswahl aufgenommen wirst.
Auch andere Austauschorganisationen bieten Stipendien an. Zusätzlich gibt es weitere Möglichkeiten, dein Austauschjahr zu finanzieren. Beispielsweise können deine Eltern einen Teil der Kosten übernehmen, während du selbst etwas sparst oder mit einem Ferienjob Geld verdienst.
Eine weitere Möglichkeit sind Online-Spenden. Vielleicht hast du bereits von GoFundMe gehört. Dort kannst du ein Spendenziel festlegen und einen Text schreiben, in dem du erklärst, warum du das Austauschjahr machen möchtest und wofür du die Unterstützung benötigst. Die Chance ist nicht sehr gross, damit einen grossen Teil der Kosten zu finanzieren, jedoch kann es dir trotzdem etwas finanzielle Last abnehmen.
Praktische Vorbereitung
Vor jeder Abreise hat du das Gefühl, dass du etwas vergessen könntest. Dieses Kapitel soll dir helfen, diese Angst zu minimieren. Ich gebe dir Tipps, wie du sicher nichts Wichtiges vergisst, was du packen solltest, was du deiner Gastfamilie mitbringen kannst und welche Erwartungen du vor der Abreise haben könntest.
Vorbereitungsseminar
Vor deiner Abreise findet ein Vorbereitungsseminar statt, an dem dir noch einmal alles Wichtige erklärt wird. Du erfährst, was dich im Austauschjahr erwartet, worauf du achten solltest und kannst alle offenen Fragen stellen. Ausserdem triffst du dort Jugendliche in deinem Alter, die in dieselben Länder reisen wie du. Das ist eine tolle Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen und sich schon vor dem Abflug auszutauschen. Viele merken dort zum ersten Mal, dass sie mit ihrer Aufregung nicht allein sind.
Der erste Schritt, den ich dir definitiv empfehle, ist, alle wichtigen Dokumente zwei- bis dreimal zu kopieren. Nimm dir ein Mäppchen für jedes Gepäckstück und fülle dieses mit allen wichtigen Blättern, Kopien und Dokumenten. Ohne einige dieser Unterlagen kannst du nicht einreisen. Hierzu gehören dein SEVIS, dein DS-2019, deine Impfnachweise sowie Kopien deines Passes, deiner ID, deiner Krankenkasse und deiner Kreditkarte. Ich habe hierbei eine NEON-Karte verwendet, diese kann ich dir sehr empfehlen, da keine Gebühren im Ausland anstehen können. Nicht zu vergessen sind Dokumente wie die Bestätigung deiner Eltern. Ich empfehle dir auch, eine Kontaktliste mit deiner Gastfamilie und deinem Local Representative zu erstellen.
Plane auch deine Gepäckstücke. Du kannst mit einem grossen Koffer, einem kleinen Handgepäckskoffer und einer kleinen Tasche reisen, die unter den Sitz gehört. Die genauen Masse und Gewichtsangaben solltest du auf der Webseite deiner Airline überprüfen.
Sichere dir alle wichtigen Kontakte und schreibe diese zusätzlich auf, falls du bei deiner Anreise technische Probleme hast.
Du solltest ausserdem ein funktionierendes Handy haben, welches im Idealfall mit einer eSIM kompatibel ist. Das kann dir während des Austauschs vieles vereinfachen.
Was sollte man packen?
Nur etwas mehr als einen Koffer Platz – wie soll das für ein ganzes Jahr reichen? Ich habe dir eine Packliste erstellt, damit du alles Wichtige dabeihast. Mein Tipp ist hierbei: Packe nur das Nötigste. Während dieses Jahres wirst du viele neue Kleider kaufen. Ob durch deine Schule, beim Shoppen oder als Erinnerungsstück – du wirst gar nicht merken, wie sich deine Sachen mit der Zeit anhäufen.
Die Packliste sollte sowohl dein Handgepäck als auch deinen Koffer beinhalten.
Packliste Handgepäck
Dokumente & wichtige Unterlagen
- Reisepass
- Flugticket / Buchungsbestätigung
- Dein J1-Visum, DS2019 und dein SEVIS-Gebührenbeleg
- Impfausweis
- Krankenkassenausweis
- Bargeld
- Kreditkarten / Travel Cash Card
- Sonstige wichtige INTO-Formulare
- Physische Kopien aller Unterlagen aus dem «Notfallplan Reise»
- Kugelschreiber
Elektronik
- Mobiltelefon
- Ladekabel, nur mit USB kannst du im Flieger laden
- Powerbank (muss ins Handgepäck)
- Elektrischer Auslandstecker / US-Adapter
- Kopfhörer
- Evtl. Tablet / Laptop + Ladekabel
Hygiene & Flüssigkeiten
- Händedesinfektionsmittel (max. 100 ml)
- Zahnbürste
- Kleine Tube Zahnpasta
- Haarbürste
- Deo (max. 100 ml)
- Lippenpflegemittel
- Persönliche Medikamente
- Kontaktlinsenmittel (max. 100 ml)
- Flüssigkeitsbeutel
- Evtl. Feuchttücher
Kleidung für den Notfall
- Pyjama
- 1x komplette Ersatzwäsche
- Ersatz-T-Shirt
- Ersatz-Unterwäsche
- Ersatz-Socken
- Pullover / Jacke, falls es im Flugzeug kalt wird
- Bequeme Kleidung für den Flug
Für die Reise
- Lesematerial
- Sonnenbrille
- Sonnenschutzmittel (max. 100 ml im Handgepäck)
- Kleine Tasche für persönliche Gegenstände
Gesundheit
- Persönliche Medikamente
- Medikamente für den Notfall
- Ersatzbrille
- Kontaktlinsen
- Kontaktlinsenmittel (max. 100 ml)
Packliste Koffer
Unterwäsche & Kleidung
- Unterwäsche
- Socken
- T-Shirts
- Kurze Hosen
- Lange Hosen
- Pullover
- Pyjama
- Schöne Kleidung für Familienfeste, Feiertage oder Ähnliches
- Evtl. Kleid / Rock / Bluse / Hemd
- Kleidung für verschiedene Wetterbedingungen
- Kleidung, die zur Schuluniform passt (rechtzeitig mit INTO abklären)
Sport & Freizeit
- Sportkleidung
- Sportschuhe
- Badehose / Badesachen
- Badetuch (abklären mit der Gastfamilie ob du eins ausleihen kannst)
- Evtl. leichte Trekking- / Wanderschuhe
- Hausschuhe
Wetter & Jahreszeiten
- Winterjacke
- Mütze
- Handschuhe
- Evtl. Regenjacke
- Evtl. Regenhose
- Evtl. zusätzliche warme Kleidung
- Evtl. leichte Jacke
Schuhe
- Alltagsschuhe
- Sportschuhe
- Evtl. Trekking- / Wanderschuhe
- Hausschuhe
Hygiene & Pflege
- Shampoo
- Duschmittel
- Deo
- Hautcreme
- Haarbürste
- Rasierzeug
- Zahnbürste
- Zahnpasta
- Kontaktlinsenmittel
- Evtl. Föhn
- Persönliche Hygieneartikel
- Monatshygiene
Vieles davon kannst/sollst du vor Ort kaufen, da diese viel Platz brauchen und schwer sind.
Gesundheit & Medikamente
- Schmerzmittel
- Blasenpflaster
- Tabletten gegen Durchfall
- Tabletten gegen Übelkeit
- Medikamente gegen Erkältung / Fieber
- Medikamente, die im Gastland möglicherweise nicht erhältlich sind
- Ersatzbrille
- Kontaktlinsen + Zubehör
- Pinzette
- Schere
- Sonstige medizinische Utensilien
Es empfiehlt sich hier ein kleines Kit mitzunehmen, da viele Medikamente in den USA teuer sein können.
Schule
- Etui
- Taschenrechner
- Material zum Vor- und Nacharbeiten
- Evtl. weitere persönliche Schulsachen
Dies ist zu deinen eigenen Interessen, vieles wird in den Schulen bereitgestellt oder kannst du dort kaufen. Falls du das Jahr nicht wiederholen möchtest, kann es sich auch lohnen dein Schweizerschulmaterial mitzunehmen (Laptop).
Gastfamilie
- Gastgeschenke
- Kleine persönliche Geschenke aus der Schweiz
Sonstiges
- Evtl. kleine Reisetasche / Rucksack für Ausflüge
- Evtl. Fotos / Erinnerungsstücke aus der Schweiz
WICHTIG – NICHT INS HANDGEPÄCK
- Scheren
- Taschenmesser
- Rasierklingen
- Andere scharfe / spitze Gegenstände
- Grosse Flüssigkeitsbehälter über 100 ml
VOR DER ABREISE PRÜFEN
- Gepäckgewicht kontrollieren
- Masse des Koffers kontrollieren
- Masse und Gewicht des Handgepäcks kontrollieren
- Bestimmungen der jeweiligen Airline prüfen
- Koffer nicht abschliessen, sofern die Airline dies verlangt
- Alle wichtigen Dokumente zusätzlich digital auf dem Handy / in der Cloud speichern
- Reisepass und wichtige Dokumente nochmals kontrollieren
- Powerbank ins Handgepäck legen
- Flüssigkeiten im Handgepäck in den durchsichtigen Flüssigkeitsbeutel legen
Gastgeschenke und kulturelle Mitbringsel
Bevor du in die USA fliegst, lohnt es sich, ein paar Gastgeschenke einzupacken. Sie zeigen deiner Gastfamilie, woher du kommst, und sind oft ein guter Gesprächseinstieg. Hier findest du Ideen, die gut ankommen können – von Klassikern bis zu spezifischen Geschenken, die ich selbst verwendet habe.
Bekannte Schweizer Klassiker
- Schweizer Schokolade wie Lindt, Cailler oder Läderach. Am besten nicht nur Standardtafeln, da es die normalen Lindt-Produkte auch in den USA gibt
- Ricola-Bonbons, besonders für die kalten Winter geeignet
- Käse ist ebenfalls beliebt, jedoch aufgrund der Einfuhrbestimmungen oft nicht möglich
Speziellere Schweizer Klassiker
- Basler Läckerli, die im Ausland weniger bekannt sind und in den USA gut ankamen
- Rivella in Dosen (wegen dem Flug), typisch Schweiz und in den USA nicht überall erhältlich
- Birchermüesli, praktisch und alltagstauglich
Deko und Symbolik für die Schweiz
- eine kleine Kuhglocke oder eine Holzkühe, die typisch für die Schweiz sind
- ein Schweizer Taschenmesser von Victorinox
- Postkarten oder Bilder von deiner Region
- eine Schweizer Flagge
Für die Kinder
- typische Schweizer Spiele, zum Beispiel Spielkarten oder Schweizerreise
- Kinderbücher wie „Schellen Ursli“ oder „Globi“, die Geschichten aus der Schweiz erzählen
Was du genau schenken willst, hängt von deiner Gastfamilie ab. Diese Punkte sind nur einige Ideen. Beachte auch, dass du nicht alles direkt am Anfang verschenken musst. Du kannst beispielsweise etwas für Weihnachten oder Geburtstage aufbewahren.
Ich habe spezifische Geschenke für jede Person gewählt und dazu noch ein bis zwei Sachen, die alle gemeinsam verwenden konnten. Für meine Gastgeschwister im Alter von elf und dreizehn Jahren war dies relativ einfach. Beide waren fussballbegeistert, deshalb brachte ich ihnen jeweils ein Schweizer Nationaltrikot mit. Mein Gastvater grilliert gerne und ist im Garten aktiv, deshalb fand ich ein Schweizer Taschenmesser passend. Da meine Gastmutter gerne kocht, entschied ich mich dafür, ihr ein Schweizer Kochbuch auf Englisch zu schenken, damit wir alle zusammen kochen können. Für die Familie brachte ich verschiedene Arten von Schokolade und Ricola sowie ein Kartenspiel mit, damit wir alle zusammen spielen konnten.
Erwartungen vor der Abreise
Vor meiner Abreise in die USA hatte ich viele Erwartungen und Vorstellungen, wie mein Austauschjahr werden könnte. Ich freute mich vor allem darauf, eine neue Kultur kennenzulernen, mein Englisch zu verbessern und viele neue Leute kennenzulernen. Gleichzeitig wusste ich aber auch nicht genau, was auf mich zukommen würde.
Besonders gespannt war ich auf meine Gastfamilie. Ich hoffte, dass ich mich bei ihnen wohlfühlen würde und gut aufgenommen werde. Da ich zehn Monate bei ihnen leben würde, war mir bewusst, dass sie eine wichtige Rolle in meinem Austauschjahr spielen würden. Ich war auch gespannt darauf, wie sich das Familienleben in den USA von meinem Leben in der Schweiz unterscheiden würde.
Auch auf die amerikanische High School hatte ich gewisse Erwartungen. Durch Filme und Serien hatte ich bereits ein bestimmtes Bild davon, wie eine High School in den USA aussieht. Ich stellte mir vor, dass es viele Sportangebote, Schulveranstaltungen und verschiedene Clubs gibt. Ich war gespannt, ob die Realität wirklich so sein würde, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Natürlich hatte ich neben der Vorfreude auch einige Unsicherheiten. Ich fragte mich, ob ich am Anfang alles auf Englisch verstehen würde, ob ich schnell Freunde finden würde und ob ich Heimweh bekommen würde. Trotzdem überwog die Vorfreude deutlich. Ich sah das Austauschjahr als eine grosse Chance, etwas Neues zu erleben, selbstständiger zu werden und viele Erfahrungen zu sammeln, die ich in der Schweiz nicht gemacht hätte.
Trotzdem finde ich, dass es wichtig ist, vor einem Austauschjahr keine zu grossen oder zu genauen Erwartungen zu haben. Jede Erfahrung ist anders und vieles kommt anders, als ich es mir vorher vorgestellt hatte. Deshalb wollte ich offen in das Austauschjahr gehen und mich einfach überraschen lassen. So konnte ich die neuen Erfahrungen besser auf mich zukommen lassen, ohne ständig mit meinen Vorstellungen zu vergleichen.