Ankunft und Eingewöhnung in den USA
Die ersten Tage nach der Ankunft
Die ersten Tage sind für jeden anders, da du entweder direkt zu deiner Gastfamilie fliegst oder vorher noch in einem Orientationcamp bist. Dies ist sehr oft in New York, kann nach Organisation auch variieren.
Falls du vorher noch nie in den USA warst, kann New York überfordernd sein, jedoch gewöhnst du dich schnell daran. Dein Orientationcamp verbringst du mit anderen Jugendlichen in deinem Alter von überall auf der Welt. In drei Tagen siehst du die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von New York. Hier findest du das genaue Programm, welches ich absolviert habe.
New York Orientation Camp
ISE New York Orientation Camp – Programm
Tag 1 – Ankunft
Ankunft am Newark International Airport
Abholung am Flughafen durch ISE-Mitarbeiter
Transfer zum Crowne Plaza Hotel
Check-in im Hotel ab 15:00 Uhr
Willkommensparty um 19:30 Uhr
Nach der Einreise, der Gepäckabholung und der Zollkontrolle geht es in die Ankunftshalle. Dort wartet ein ISE-Mitarbeiter und begleitet die Teilnehmer mit dem Hotel-Shuttle zum Hotel.
Tag 2 – Ganztägige New-York-Tour
09:00–10:30 Uhr: Orientierungs-Workshop
10:45–11:30 Uhr: Fahrt mit dem Bus vom Hotel in New Jersey zum Central Park
11:30–12:30 Uhr: Geführter Rundgang durch den Central Park mit Strawberry Fields, Bethesda Fountain, Boathouse, Toy Boat Pond und Alice in Wonderland
12:30–13:15 Uhr: Weiterfahrt durch New York mit dem Bus. Besichtigung unter anderem der Upper East Side, Fifth Avenue, St. Patrick’s Cathedral, Rockefeller Center, New York Public Library, Bryant Park, Grand Central Terminal, Empire State Building, Madison Square Park, Union Square, Greenwich Village und East Village
13:15–14:00 Uhr: Mittagessen im Washington Square Park
14:00–14:15 Uhr: Transfer zum Broadway und Prince Street
14:15–15:15 Uhr: Freie Zeit zum Shoppen am Broadway in SoHo
15:15–16:30 Uhr: Weiterfahrt durch New York mit Civic Center, Battery Park, Bowling Green, Charging Bull, Federal Hall National Monument und Trinity Church
16:30–16:45 Uhr: Fahrt zur High Line an der 10th Avenue und Gansevoort Street
16:45–17:30 Uhr: Spaziergang auf der High Line
17:30–18:00 Uhr: Fahrt zum Dallas BBQ am Times Square
18:00–19:00 Uhr: Abendessen im Dallas BBQ Times Square
19:00–21:00 Uhr: Freizeit am Times Square
21:00–21:45 Uhr: Rückfahrt zum Hotel
Tag 3 – Ganztägige New-York-Tour
08:15–09:45 Uhr: Abholung am Hotel und Fahrt zur Vesey Street und West Street
09:45–10:45 Uhr: 9/11 Memorial und geführter Rundgang bis zum South Street Seaport
10:45–11:00 Uhr: Fahrt zur Anlegestelle
11:00–12:00 Uhr: Fahrt mit der NY Circle Line – Statue of Liberty Express
12:00–12:45 Uhr: Mittagessen am Pier 16 und im South Street Seaport
12:45–13:15 Uhr: Fahrt zur Manhattan-Seite der Brooklyn Bridge
13:15–14:00 Uhr: Spaziergang über die Brooklyn Bridge
14:00–15:00 Uhr: Spaziergang durch DUMBO und Fotomöglichkeiten
15:00–15:45 Uhr: Fahrt mit dem Bus nach Madison Square Park
15:45–17:00 Uhr: Freizeit im Madison Square Park und selbstständiges Abendessen
17:00–17:30 Uhr: Fahrt zur Aussichtsplattform Top of the Rock
17:30–19:15 Uhr: Besuch der Aussichtsplattform Top of the Rock
19:15–20:15 Uhr: Rückfahrt zum Hotel
Tag 4 – Abreise
Die Abreise zur Gastfamilie erfolgt vom Newark International Airport aus.
Beim Abflug: Ein ISE-Mitarbeiter begleitet die Teilnehmer zum entsprechenden Check-in-Schalter. Reisepass, DS-Formular, Flugplan und Buchungsbestätigung sollten bereitgehalten werden. Anschließend geht es durch die Sicherheitskontrolle zum Abflug-Gate.
Früh am Morgen fliegst du dann zu deiner Gastfamilie, diese Zeiten hängen von deinem Landeort ab. Während des Fluges und der Ankunft wirst du nervös sein, jedoch geht dieses Gefühl weg, sobald du deine Gastfamilie gesehen hast. Du wirst mit offenen Armen aufgenommen, in den USA gibt es sehr schnell und gerne Umarmungen. Falls dies nicht angenehm für dich ist, solltest du das deiner Gastfamilie vorher schon mitteilen.
Auf Social Media gibt es bekannte Videos, in denen du mit einem grossen Schild empfangen wirst, dies kann der Fall sein, muss es aber nicht. Ich habe kleine Willkommensbriefe von meinen Gastgeschwistern erhalten. Falls du denkst, die Autofahrt könnte komisch werden, kann ich dich beruhigen, da Amerikaner*innen sehr offen sind und gerne Smalltalk führen.
Alles wird etwas neu für dich wirken, geniesse es, da dies deine beste, aber auch härteste Zeit sein kann, weil du alles kennenlernen wirst. Zuhause angekommen wirst du eventuell von Haustieren wie Hunden empfangen, dies ist oft der Fall, denn wie ich feststellen konnte, besitzen sehr viele Amerikaner*innen Hunde. Ich hatte immer Respekt vor grossen Kampfhunden wie Bulldoggen, jedoch konnte ich mich vom Gegenteil überzeugen, als ich mit einem gelebt habe.
Nach dem langen Flug und der Zeitumstellung bist du in den ersten Tagen wahrscheinlich müde, auch wenn du dich aufgeregt fühlst. Versuche, dich möglichst schnell an den Tagesrhythmus deiner Gastfamilie anzupassen, und schlafe nicht zu lange tagsüber. So gewöhnst du dich schneller daran. Bei mir ging dies locker eine Woche, bis alles wieder normal war.
Deine Organisation stellt dir eine lokale Betreuungsperson zur Seite, die bei Fragen und Problemen für dich da ist. Meist lernst du sie schon in den ersten Wochen kennen. Nutze das erste Treffen, um Fragen zu stellen und zu wissen, wie du sie im Notfall erreichen kannst.
Die Schule wird nicht direkt starten, ich habe in meinen ersten Tagen mein Zimmer eingerichtet und meine Gastfamilie hat mir die Umgebung gezeigt, damit ich mich auch zurechtfinden konnte. Ebenfalls habe ich meine Nachbarn kennengelernt, wobei eine Familie aus der Schweiz ausgewandert ist und die andere Jugendliche in meinem Alter hatte. Ebenfalls konnte ich an einem „Bonfire“ Freunde meiner Nachbarin kennenlernen. Dies hat meinen Schulstart etwas erleichtert, da ich nun schon andere Schüler*innen kannte.
Erste Kontakte zur Schule
Bevor ich an die Schule ging, konnte ich meine Fächer bereits auswählen, dies ist in den USA etwas anders, da es nur wenige Pflichtfächer gibt, mehr dazu findest du unter „Das amerikanische Schulsystem“. Es kann auch sein, dass du deine Fächer bei deiner Ankunft auswählen musst, dies hängt von deiner Schule ab.
Als ich mit meiner Gastfamilie in der Gegend herumfuhr, besuchten wir ebenfalls meine Schule. Natürlich hängt es davon ab, wo du hinkommst, jedoch war ich geschockt, wie riesig meine Schule war. Nicht nur das Gebäude, sondern auch der Parkplatz und das riesige Areal an Sportplätzen sind nicht mit der Schweiz zu vergleichen.
Auch im Gebäude sah alles wie in einem Film aus: lange Gänge, eine riesige Cafeteria, ein Auditorium, welches Hunderte von Schüler*innen unterbringt, und eine Sporthalle, davon kann hier nur geträumt werden. Ich hatte eine Tour, damit ich wusste, wo alle meine Klassenzimmer sein werden. Falls du diese Möglichkeit nicht hast, gibt es immer einen Willkommenstag für „Freshmen“, erkundige dich, denn es lohnt sich sehr, da die Pausen zwischen den Lektionen sehr kurz sind.
Es besteht die Möglichkeit, dass du dann auch deine Lehrer*innen kennenlernen kannst. Es ist sicher nicht schlecht, dass sie wissen, dass du aus dem Ausland kommst. Sie sind super freundlich und werden dir bei allem helfen.
Mit dem bekannten gelben Schulbus bin ich an meinem ersten Tag zur Schule gefahren. Nicht um dich abzuschrecken, aber diese sind nicht so perfekt, wie jeder sie darstellt, unsere Busse in der Schweiz sind um einiges angenehmer. Je nach Busroute und Verkehr kannst du früh dort sein oder spät. Oft läuft die Zeit damit, durch die Korridore zu laufen oder sich mit Freunden auf dem Parkplatz zu unterhalten.
An deinem ersten Tag ist es wichtig, dass du offen bist und auf ein Gespräch eingehst. Die Schüler*innen wissen nicht, dass du ein Austauschschüler bist, es liegt an dir, dass du auf sie zugehst, aber auch hier sind die meisten Amerikaner*innen extrem freundlich und es wird einfach sein, ein Gespräch zu starten.
Das Mittagessen ist immer ein beliebtes Thema; was, wenn ich niemanden habe und alleine essen muss? Du hast verschiedene Klassen mit verschiedenen Schüler*innen, schliesse dich einer Gruppe oder einzelnen Personen an, somit lernst du noch mehr Leute kennen. An meinem ersten Tag konnte ich mit zwei Freunden aus meiner Physikklasse essen, durch sie lernte ich noch mehr ihrer Freunde kennen.
Auch der Rest des Tages verlief super. Der Hauptteil war eine Einführung in jedes Fach, wie der Unterricht aussieht, was für Noten es geben kann und so weiter.
Nach der Schule nahm ich dann wieder meinen Bus nach Hause. Der Tag verlief so schnell, dass ich es kaum realisieren konnte.
Tipps für einen gelungenen Start
Jeder hat Angst, wie die erste Zeit sein wird, was einen erwartet, und vielleicht hat jeder auch Heimweh. Ich erkläre dir hier, worauf du achten kannst, damit dein Start einfacher wird und du perfekt in dein neues Leben starten kannst.
Offen auf andere zugehen
Du wirst es immer wieder hören, aber von Anfang an offen und freundlich zu sein ist sehr wichtig. Du kannst einfach auf Mitschüler*innen zugehen, ein einfacher und normaler Konversationsstarter ist ein „Hi, how are you?“. Was ich hierbei aber erwähnen sollte: Die normale Antwort darauf ist „I am good/fine, how are you?“. Eine lange Antwort ist nicht Standard, und du kannst schiefe Blicke kriegen, wenn du anfängst, zu viel zu erzählen.
Aus der Komfortzone kommen
Sag zu allem „yes“, du sollst aus deiner Komfortzone herauskommen. Du wirst verschiedene neue Dinge kennenlernen, die du dir vorher nicht vorstellen konntest, sei es Footballspiele, Pep Rallies, Homecoming, Schulveranstaltungen oder Aktivitäten mit Clubs. Es ist eine super Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und Dinge auszuprobieren, die du in der Schweiz nicht machen kannst.
Clubs und Sportteams
Tritt unbedingt Clubs oder Sportteams bei, so machst du garantiert neue Freunde. Falls deine Schule sehr kompetitiv ist, sind Clubs eine gute Alternative, da es solche in der Schweiz nicht gibt und diese von anderen Schüler*innen geleitet werden.
Beziehung zur Gastfamilie
Baue eine gute Beziehung zu deiner Gastfamilie auf, unternimm etwas mit ihnen, stell ihnen deine Kultur vor oder koche etwas. Ganz wichtig am Anfang ist aber, dass du ein Gespräch mit ihnen über ihre Hausregeln führst und darüber, wie Dinge bei ihnen funktionieren. Du bist in einem anderen Land, Dinge, die für dich selbstverständlich sind, könnten sie sich nicht vorstellen.
Kontakt nach Hause
Es ist wichtig, dass du wirklich in den USA lebst. Natürlich ist es wichtig, in Kontakt mit deiner Familie und Freunden zu bleiben, aber es sollte nicht das Wichtigste sein. Erlebe etwas mit deiner Gastfamilie und Freunden und lieg nicht im Bett an deinem Handy und schreib mit Freunden aus der Schweiz, dadurch kann Heimweh entstehen oder sich verstärken.
Fragen stellen
Sehr viel ist neu und du hast Fragen, stelle diese. Jeder war bereit, mir Fragen zu beantworten und sich auch zu wiederholen, wenn ich etwas nicht verstanden habe.
Schweizer Kultur zeigen
Das Ziel deines Austausches ist nicht nur, die USA kennenzulernen, sondern auch, dass du deiner Gastfamilie die Schweizer Kultur näherbringst. Erzähl von deinem Leben, bring etwas typisch Schweizerisches mit oder koche ein Schweizer Rezept.
Freundschaften
Erwarte nicht, direkt einen besten Freund*in zu finden, die Freundschaften sind sehr oft eher oberflächlich und Gruppen bestehen bereits. Mit der Zeit findest du heraus, mit wem du dich wirklich gut verstehst, und dann entstehen auch Freundschaften, die lange halten werden.
Neue Erfahrungen sammeln
Mache alles, was du dir vorgenommen hast, und nimm alle deine typisch amerikanischen Erfahrungen mit.





