Highlights

Besondere Erlebnisse und Traditionen

Während meines Austauschjahres durfte ich viele besondere Momente erleben, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden. Neben dem Schulalltag waren es vor allem die amerikanischen Traditionen, gemeinsamen Veranstaltungen und persönlichen Erlebnisse, die diese Zeit für mich einzigartig gemacht haben. In diesem Kapitel möchte ich diese vorstellen, damit ihr sehen könnt, wie diese Zeit in Wirklichkeit aussieht. 

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Amerikanische Feiertage und Traditionen 

In den USA gibt es viele Feiertage, die wir hier nicht feiern oder nicht so gross und extrem feiern. Deshalb war es sehr toll, solche Feiertage aus erster Hand zu erleben. In diesem Kapitel stelle ich euch Thanksgiving, Weihnachten, Halloween und Ostern vor, da diese am wichtigsten sind. Den Independence Day, auch 4th of July, erwähne ich nur kurz, da du zu dieser Zeit nicht in den USA sein wirst. 

Thanksgiving 

Thanksgiving ist ein wichtiger amerikanischer Feiertag, an dem Dankbarkeit und das Zusammensein mit der Familie im Mittelpunkt stehen. Typisch ist ein grosses gemeinsames Essen mit Gerichten wie Truthahn, Kartoffelpüree, Mac and Cheese und Kürbiskuchen. An diesem Tag findet die ganze Familie zusammen und verbringt eine gute Zeit. Zusammen isst ihr eine riesige Auswahl an Essen, schaut Football und spielt Spiele. 

Meine Erfahrung 

Zusammen gingen wir zur Schwester meiner Gastmutter, da sich alle Verwandten dort trafen. Jeder brachte etwas mit, sodass es ein grosses Buffet gab, an dem ich mich bedienen konnte. Bevor es etwas zu essen gab, spielten wir Kinder Basketball, Tischtennis und Billard. Nach einer Zeit begannen wir dann zu essen. 

Bei uns war der Truthahn bereits aufgeschnitten, es gibt auch Familien, die das Essen mit dem Aufschneiden beginnen. Es gab eine riesige Auswahl, somit musst du dir keine Sorgen machen, wenn du nicht gerne Neues probierst, jeder wird etwas finden. Es gab für jeden mehrere Runden Essen, sodass kaum noch Platz für Dessert war.

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Während wir das Essen etwas verdauen liessen, schauten wir alle zusammen das Footballspiel. An jedem Thanksgiving spielen die grössten Teams gegeneinander. Nach dem Spiel gab es dann Dessert, es gab sehr viel, was ich noch nie gesehen hatte, jedoch muss ich sagen, dass alles gut geschmeckt hat. 

Danach haben wir alle noch etwas miteinander gesprochen, nach einer Zeit ging dann jeder wieder nach Hause, da es eine Tradition ist, einen kleinen Nap nach dem Essen zu nehmen. Am Abend schauten wir noch einen Film, um den Tag abzuschliessen. 

Thanksgiving in der Schule 

Neben dem Thanksgiving mit der Familie gab es auch eines für den Champions Together Club in der Schule. Zusammen mit den Schüler*innen mit Beeinträchtigung und anderen Schüler*innen verbrachten wir die dritte Lektion damit, zu essen und Spiele zu spielen, bei denen du den anderen mitteilst, wie dankbar du für die Menschen in deinem Leben bist. 

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Halloween 

In der Schweiz feiern wir zwar Halloween, aber nie so stark wie in den USA. Schon Ende Sommer werden viele Häuser mit Kürbissen, Lichtern und aufwendigen Halloween-Dekorationen geschmückt. Es gibt ganze Abteilungen in den Läden, die für Halloween geschmückt wurden. Es gibt einen Laden namens „Spirit Halloween“, dieser öffnet überall zur Halloweenzeit. Er verkauft so ziemlich jedes Kostüm und Accessoire, das du dir vorstellen kannst. Es gibt auch diverse gruselige Kreaturen, die mit einem interagieren. 

Schon vor Halloween gibt es an vielen Ecken Trunk or Treat, diese finden während des Tages auf einem Parkplatz statt, wobei du von Auto zu Auto läufst. Dies ist für die kleinen Kinder, damit sie an Halloween nicht zu lange im Dunkeln herumlaufen müssen. 

Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene verkleiden sich und tragen sehr aufwendige Kostüme. Die meisten Kinder gehen von Haus zu Haus und fragen nach Süssigkeiten, jeder weiss, wo genau die guten Nachbarschaften sind, bei denen du viele Süssigkeiten bekommst. Als Jugendlicher gehen immer noch sehr viele zum Trick or Treat, als Senior in der Highschool gibt es sehr oft eine grosse Party, an der du ebenfalls verkleidet kommen musst. 

Meine Erfahrung

Schon vor Halloween selbst gab es einige Aktivitäten rund um den Feiertag. An meiner Schule wurde von verschiedenen Clubs ein Trick-or-Treat-Event organisiert, an dem wir teilnahmen. Mit meinen Freunden gingen wir ausserdem auf ein Feld, um Kürbisse zu suchen. Danach gingen wir zu einem Freund nach Hause und schnitzten die Kürbisse. Dabei konnte entweder selbst ein Motiv geschnitzt oder eine Form als Vorlage verwendet werden.

Wir besuchten auch ein Haunted House, bei dem verschiedene Räume und Bereiche gruselig dekoriert waren. Überall gab es erschreckende Figuren und Momente, mit denen niemand gerechnet hatte. Es war teilweise ziemlich gruselig, aber gleichzeitig auch sehr lustig, da wir mit unseren Freunden dort waren.

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Mit einigen Freunden gingen wir zusammen von Haus zu Haus und nahmen dann am Trick or Treat teil. Es ging hauptsächlich darum, zu sehen, wie cool die Nachbarschaft dann aussah. Du wirst sofort merken, wie viel Mühe sich die Amerikaner*innen bei den Dekorationen geben. Es gab Gärten, bei denen alles mit Skeletten und automatisierten Schreckfiguren gefüllt war. Es war ein sehr spannendes und erfolgreiches Erlebnis, da dies bis heute eine meiner besten Erinnerungen ist. 

Am nächsten Tag kamen wir noch einmal zusammen und tauschten verschiedenste Süssigkeiten, sodass jeder etwas von allem hatte und ich die probieren konnte, die es in der Schweiz nicht gibt. 

Weihnachten 

In den USA beginnt die Weihnachtszeit schon sehr früh, schon Mitte November kommen die ersten in Stimmung. Viele Familien dekorieren ihre Häuser und Gärten bereits mehrere Wochen vor Weihnachten. 

Wie auch in der Schweiz gehört ein Weihnachtsbaum dazu, dieser ist aber sehr oft kein echter wie hier, sondern aus Plastik. Überall werden Lichter aufgestellt, falls du die Möglichkeit hast, fahre in der Nachbarschaft umher, du wirst die schönsten Weihnachtslichter sehen. 

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Die Traditionen variieren von Familie zu Familie, aber Christmas Eve oder auch der 24. Dezember wird weniger stark gefeiert. Bei ihnen lebt die Tradition, dass Santa in der Nacht auf den 25. Dezember zu jedem Haus kommt, weswegen du sehr früh am Morgen aufwachen musst. 

Es gibt sehr viele Geschenke, die jeder aufreisst, sich also nicht schön die Zeit lässt. Am Nachmittag kommt dann die ganze Familie zusammen und feiert. Es kommt darauf an, wo du deine Zeit verbringst, denn wie Weihnachten gefeiert wird, hängt stark vom Ort ab. An vielen Orten liegen Meter von Schnee, während es an anderen gar nicht wirklich Winter ist. 

Meine Erfahrung 

Schon sehr früh stellten wir zusammen den Weihnachtsbaum auf und schmückten ihn. Bevor es überhaupt Weihnachten war, organisierten wir einen White Elephant mit unseren Nachbarn. Jeder kauft ein Geschenk, nach Los kannst du dir ein Geschenk aussuchen und auspacken, am Schluss kann jeder ein Geschenk klauen, falls er möchte. Nebenbei spielten wir auch Tabu und Montagsmaler mit Weihnachtsthemen. 

Bei ihnen ist es Tradition, am Abend davor ein Geschenk zu öffnen, welches für jeden die gleichen Pyjamas enthält. Auch wir wachten sehr früh am Morgen auf, da meine Gastgeschwister sehr gerne Geschenke öffneten. Zusammen gingen wir nach unten, wobei jeder einen Stapel Geschenke hatte. 

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Ein grosses Geschenk, das wir alle bekamen, war ein Trip in den Osterferien nach Florida, da ihre Grosseltern dort ein Haus hatten. Sonst gab es Kleinigkeiten für jeden. Ich verschenkte Süssigkeiten, eine kleine Tasse für meine Gastmutter und etwas Kleines aus der Schweiz. 

Schon Tage davor, aber auch an Weihnachten backten wir Kekse, die sie als Tradition in der Familie seit Generationen machen. Es sind normale Cookies mit Erdnussbutter und M&Ms. 

Nach dem Auspacken ging jeder nochmals eine Runde schlafen. Am Nachmittag schauten wir zusammen ein Footballspiel. Zum Abendessen gab es als Tradition Steak sowie Crablegs. Ebenfalls bekam jeder eine Papierkrone und einen Fortune Cookie. 

Ostern 

Die Osterzeit verbringst du grundsätzlich gleich wie in der Schweiz, jedoch wollte ich es trotzdem kurz erwähnen, da ich eine Aktivität sehr toll fand. Einen Grossteil der Zeit verbrachten wir als Familie und assen Süssigkeiten. 

Am Abend jedoch organisierten meine Gasteltern mit meinen Nachbarn einen Egg Hunt im Dunkeln. In beiden Gärten wurden verschiedene leuchtende Eier versteckt, jeder musste seine Farbe suchen. Der Gewinner bekam ein grosses Ei, wobei jeder andere am Schluss seine eigenen Eier öffnen konnte. Sie enthielten etwas Geld sowie verschiedenste Süssigkeiten, von denen ich noch nie gehört hatte. 

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Independence Day 

Der Independence Day ist einer der wichtigsten Feiertage für die Amerikaner*innen, da der 4. Juli an die Unabhängigkeit der USA erinnert. Am Abend gibt es überall grosse Feuerwerke, um den Tag zu feiern. Familien und Freunde treffen sich für ein Barbecue. Überall werden noch mehr amerikanische Flaggen aufgehängt und jeder trägt die Farben Rot, Weiss und Blau. 

Ich selber konnte diesen Tag nicht miterleben, da ich bis dahin das Land verlassen musste. Ich konnte jedoch schon Ende April verschiedenste Dekorationen kaufen, was darauf hindeutet, wie gross dieser Tag ist. Ebenfalls sah ich Videos und Fotos von Freunden, wie sie diesen Tag gefeiert haben. 

Schulveranstaltungen und Schulkultur

In den USA spielen Schulveranstaltungen eine viel grössere Rolle als in der Schweiz. Dazu gehören zum Beispiel Footballspiele am Freitagabend, Pep Rallys, Homecoming und der Abschlussball, der Prom. Fast die ganze Schule nimmt daran teil, und es entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Für dich als Austauschschüler*in ist das eine tolle Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und den amerikanischen Schulalltag hautnah zu erleben. Ich empfehle dir, möglichst viele dieser Events zu besuchen, denn sie gehören zu den schönsten Erinnerungen an ein Austauschjahr.

Homecoming 

Homecoming ist der erste Ball, der normalerweise Anfang Oktober stattfindet. Dieser ist für alle vier Jahrgänge zugänglich und findet oft in der Schule statt. Du kannst mit einer Gruppe oder einem Date gehen, wobei es wie bei der Prom üblich ist, deine Partnerin per Schild zu fragen. 

Während der Homecoming Week gibt es verschiedene Aktivitäten und Mottotage an der Schule. Der Schulspirit ist dabei sehr stark zu sehen. Am Freitag vor Homecoming findet ein Footballspiel statt, welches bei vielen Schulen das wichtigste Spiel der Saison ist. 

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Am Samstag findet dann der Ball selber statt. Zusammen mit meiner Gruppe gingen wir zu einem Park, bei dem wir verschiedene Bilder schossen. Danach gingen wir etwas bei Texas Roadhouse essen. Anschliessend gingen wir zum Ball. Es gab eine grosse Tanzfläche, nebenbei gab es auch einen Tisch mit Cookies und Wasser und vielen Sitzmöglichkeiten. 

Nach dem Ball gingen wir noch zu einem Freund nach Hause und liessen den Abend mit Musik und Spielen ausklingen. 

Prom 

Prom ist für viele das grösste Event des ganzen Jahres, viele beginnen schon Wochen und Monate vorher mit Vorbereitungen. Als Junge kannst du problemlos einen Anzug mieten, da ein gekaufter Anzug ziemlich teuer sein kann. Als Mädchen kaufen die meisten ein Kleid, um es als Erinnerung zu behalten. 

Viele Schüler*innen fragen ihre Partnerin oder ihren Partner mit einem kreativen Promposal. Auf ein Schild schreiben sie einen Spruch und fragen zusammen mit Blumen oder Ähnlichem nach einem Date. 

Prom findet bei grösseren Schulen oft ausserhalb statt, bei mir war es in einem Partysaal in der Stadt Richmond. Im Unterschied zu Homecoming ist dieser Ball nur für die ältesten zwei Jahrgänge, wobei diese noch je eine Begleitung mitnehmen dürfen. 

Auch hier werden zuerst Bilder geschossen, welche oft zu den wichtigsten Teilen des ganzen Tages gehören. Bei mir war der grosse Park völlig überfüllt und es war kaum möglich, einen ruhigen Platz für Fotos zu finden.

Danach geht es zum Essen. Dafür ist eine frühzeitige Reservierung wichtig, da viele andere Schulen zur gleichen Zeit ihren Prom feiern und die Restaurants deshalb schnell voll sein können.

Anschliessend geht es zum Tanz. Ich würde jedoch nicht zu früh gehen, da am Anfang meistens noch nicht viele Leute vor Ort sind. Eine grosse Fläche war zum Tanzen vorgesehen und es gab jede mögliche Art von Liedern.

Auch hier gab es genügend Snacks und Getränke, falls etwas benötigt wurde. Zusätzlich gab es einen extra Platz, an dem Fotos geschossen werden konnten.

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Um den Abend zu beenden, gibt es immer eine Party. Dies würde ich aber vorher mit deinen Gasteltern besprechen, da es bei meiner Party grosse Probleme gab und diese von der Polizei beendet wurde. 

Zusammen mit meiner Gruppe sassen wir um ein Feuer, grillierten S’Mores und genossen die Zeit. 

Spirit Week 

Die Spirit Weeks habe ich nun schon oft angesprochen. Wie bereits erwähnt, gibt es in einzelnen Wochen jeden Tag ein anderes Motto, nach dem sich die Schüler*innen verkleiden. Bei mir gab es Adam Sandler Day, Surfers vs Bikers, Blackout und vieles mehr. 

Neben den Schüler*innen verkleideten sich auch die Lehrpersonen, was zu einigen lustigen Momenten führte. 

Oft fand auch ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Jahrgängen statt, es gab nichts zu gewinnen, jedoch war es sehr toll zu sehen, wie viele dabei auch wirklich mitmachen. 

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Pep Rally 

Je nach Schule können diese öfters stattfinden. Bei mir war es Anfang Jahr. Das Ziel davon ist, die ganze Schule auf das Jahr einzustimmen und eine gute Zeit zu haben. 

Wir wurden von der Schule entlassen und liefen zusammen, begleitet von der Marching Band und den Cheerleaderinnen, zum Footballstadion. 

Die verschiedenen Mannschaften wurden vorgestellt, und jene, die im Jahr zuvor besonders gut waren, wurden noch einmal besonders geehrt. 

Die Atmosphäre ist oft laut und energiegeladen. Es wurden verschiedene Spiele gespielt wie Football, wobei die Mädchen Football spielten und die Jungs die Cheerleader waren. Es gab aber auch Staffeten zwischen den Lehrpersonen und den Schüler*innen. 

Footballspiele 

Footballspiele sind nicht nur Sportveranstaltungen, sondern auch wichtige soziale Ereignisse. Schüler*innen, Eltern, Lehrpersonen, jeder kommt an diesen Abenden zusammen. 

Die Schulband sorgt mit ihrer Musik für Stimmung, während Cheerleaderinnen und Tänzerinnen für Unterhaltung sorgen. Während der Halbzeit und des Spiels führen sie verschiedene Shows durch, damit die Zuschauer*innen unterhalten werden. 

Auch hier gibt es immer ein Motto, nach dem sich die Schüler*innen kleiden. Die Schüler*innen unterstützen ihr Team mit Rufen und Gesängen, wobei nach jedem Touchdown Musik gespielt wird. 

Es gibt Essensstände sowie Getränke, da diese Spiele sehr lang werden können. Je nach Schule bleiben jedoch wenige bis zum Ende. 

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Picture Day 

An diesem Tag hast du etwas weniger Schule. Nach und nach besammelt sich jede Klasse im Auditorium, dort finden die persönlichen Fotos statt, die dann auch ins Yearbook kommen. Der Rest des Tages hängt davon ab, in welchen Clubs oder Sportteams du bist. Bei jedem einzelnen gibt es noch Gruppenbilder, welche ebenfalls im Yearbook erscheinen. 

Gegen Ende des Schuljahres kannst du dir dieses Yearbook auch bestellen, wenn du möchtest. Es hat zwar seinen Preis, jedoch finde ich, es ist ein schönes Erinnerungsstück, weswegen ich es bestellt habe. 

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Theater und Show Choir 

Über ein Jahr lernen viele Schülerinnen ein Stück oder eine Show ein. Dabei arbeiten viele Schülerinnen aus allen Jahrgängen zusammen. 

Ich selber sah das Stück Elf und eine Show von Rhapsidy, welche Lieder singt und dazu tanzt. Ich war sehr überrascht vom Niveau und es war sehr unterhaltsam. 

Graduation 

Die grosse Feier zum Abschluss der High School, auch dies der Traum vieler Austauschschüler*innen. Du kennst es aus den Filmen: Cap und Gown, die jeder trägt, und eine Zeremonie, an der Schüler*innen teilnehmen. Jeder aus der Familie nimmt teil und gratuliert dir. 

Ich selber konnte dies nicht erleben, da ich kein Senior war. Per Livestream konnte ich aber mitverfolgen, wie viele meiner Freunde ihr Diplom bekamen. Falls du die Chance hast, würde ich dir definitiv empfehlen, daran teilzunehmen. 

Nach jeder Zeremonie organisiert jeder noch ein Essen mit der ganzen Familie. Über den Sommer verteilt führt jeder noch seine Graduation Party durch, dies ist oft ein Moment, in dem sie einen Teil ihrer Freunde zum letzten Mal vor der Abreise ins College sieht. 

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Persönliche Höhepunkte des Austauschjahres 

Ich stelle dir nun ein paar meiner Lieblingsmomente und Erlebnisse vor, damit du dir ein Bild machen kannst, was für Reisen du in diesem Jahr antreten könntest. Hier ist jedoch wichtig, dass du dich nicht mit anderen vergleichst, da nicht jede Familie die gleichen Interessen und Möglichkeiten hat, herumzureisen. 

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Basketballspiel Washington vs Milwaukee 

Mein Gastvater und ich sind beide sehr an Basketball interessiert, wobei mein Lieblingsspieler zu dieser Zeit für Milwaukee spielte. Zu Weihnachten schenkte er mir ein Ticket, damit wir Washington vs Milwaukee live miterleben konnten. 

Da Washington DC nur zwei Stunden von unserem Dorf entfernt war, fuhren wir an einem Freitagnachmittag zusammen zum Spiel. Auf dem Weg lagen viele verschiedene historische und für die USA wichtige Gebäude und Städte. 

In Washington DC angekommen, fuhren wir ein wenig umher, wobei er mir verschiedene Sehenswürdigkeiten zeigte. Da zusammen mit der ganzen Gastfamilie ein Ausflug nach DC zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Plan stand, blieben wir im Auto. 

Wir kamen möglichst früh, damit wir noch das Stadion begutachten konnten, neben den Washington Wizards ist es auch das Stadion für das Hockeyteam der Washington Capitals. Überall waren Erfolge und bekannte Spieler hervorgehoben. 

Zusammen assen wir unsere Chicken Wings, bevor wir unsere Plätze suchten. Ich war begeistert, da wir fantastische Plätze hatten: perfekte Sicht auf den Platz und vor uns konnte ich alle Spieler sehen. 

Ich konnte zuvor noch nie ein NBA-Spiel live erleben, dabei noch meinen Lieblingsspieler zu sehen war das perfekte Geschenk. Wir beide hatten eine super Zeit, die Stimmung war gigantisch, da das Spiel bis zum Ende knapp war. Am Ende verlor Washington, was die Stimmung ein wenig dämpfte. 

Bei der Rückfahrt assen wir noch etwas bei WaWa, danach verbrachte ich die meiste Zeit mit Schlafen, bis wir zu Hause waren.

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Florida, Disney sowie das JFK Space Center 

Ein Geschenk für die ganze Familie war, über Spring Break nach Florida zu gehen. Da es zu dieser Zeit sehr schön ist und Verwandte dort ein Haus hatten, war der Ausflug perfekt. In dieser Woche unternahmen wir sehr viel, sodass wir keine ruhige Minute hatten. 

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Unsere Reise begann schon sehr früh am Morgen, wir fuhren mit dem Auto, da wir ebenfalls den Hund Zelda mit uns nahmen. Die Autos sind riesig in den USA, weshalb wir locker Platz hatten. Auf dem Weg fuhren wir durch North Carolina, South Carolina und Georgia, um Florida zu erreichen. 

Die USA sind bereits dafür bekannt, dass alles grösser ist, jedoch übertrifft Buc-ee’s noch einmal alles. Eine Tankstelle mit mehr als 50 Zapfsäulen, nebenbei haben sie noch einen Shop, der grösser ist als viele Supermärkte hier in der Schweiz. In den USA gilt diese Tankstelle als ein Markenzeichen, deswegen habe ich mir ein T-Shirt davon gekauft. 

In Florida angekommen, mussten wir in eine bekannte Gated Community. Wenn du nicht dort wohnst oder die Bestätigung eines Einwohners hast, kommst du dort nicht hinein. Auch hier sah die Nachbarschaft wie aus einem typischen Film aus. Ich hatte mein eigenes Zimmer und Bad. 

Im Garten hatten sie einen Pool sowie einen Whirlpool. Hier verbrachten wir viel Zeit, falls es nichts zu tun gab oder wir uns am Abend entspannen wollten. Der Garten war mit Mückennetzen abgegrenzt, denn zu gewissen Zeiten im Jahr sind die Mücken unausstehlich, weshalb so ziemlich jedes Haus solche Netze hat. 

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Unser erster Ausflug waren die Silver Springs. Es ist ein Park mit einem riesigen, historischen Quellensystem. Mit Booten, die einen Glasboden hatten, fuhren wir umher, wobei wir verschiedene Tiere unter und über Wasser entdecken konnten. Es gab auch einen Weg, bei dem ich die grossen Bäume und Tiere von Nahem sehen konnte.   

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Disney World 

Unser grösster Ausflug war das Disney World Resort, genauer der Epcot Park. Bei diesem gab es die Guardians-of-the-Galaxy-Achterbahn, welche sehr schnell und wendig ist. Sonst ist der Park ähnlich wie der Europapark aufgebaut, es gibt verschiedene Länder, die du besuchen kannst. Es gibt typisches Essen und Shops, aber auch Achterbahnen, die zum Land passen. 

Die Länder liegen alle um einen See herum, du läufst also im Kreis, bis du alle Länder durch hast. Es gibt auch viele Shops, bei denen du zu jedem Disney-Film etwas finden kannst. 

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Auf dem Weg gab es Autos sowie Figuren, die mit einem geredet haben. Es gab auch Maskottchen, mit denen wir ein Bild machen konnten. Zu den besten Ländern gehörte Mexiko, du betrittst eine Maya-Pyramide, wobei du auf eine Bootsfahrt gehen kannst. Bei Norwegen gab es die neue Attraktion Frozen Ever After. Frankreich kannst du dank dem Eiffelturm einfach erkennen, hier gibt es auch die Ratatouille-Achterbahn. 

Wir assen beim Mexikaner Nachos und setzten unseren Weg fort. Am Ende gingen wir noch zu allen Shops, damit sich jeder ein Souvenir kaufen konnte. Zum Abschluss des Tages gibt es ein riesiges Feuerwerk, dies konnten wir leider nicht mehr sehen, da wir noch einen langen Weg vor uns hatten. 

Car Meet 

Alle in meiner Gastfamilie sind sehr an Autos interessiert. Da die Grosseltern selbst einen Sportwagen haben, gingen wir zusammen zu einem Car Meet. Wir assen zuerst alle zusammen in einem typisch amerikanischen Diner. Danach konnten wir verschiedenste Autos ansehen, kaufen oder Probe fahren. Da ich noch zu jung war, konnte ich dies leider nicht. 

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JFK Space Center 

Unsere Reise war noch lange nicht fertig, denn bereits am nächsten Tag ging es zum JFK Space Center. Schon von Weitem kannst du die riesigen Raketen sehen. Es ist ein Museum, bei dem alles ausgestellt wird, jedoch gibt es auch interaktive Spiele und Shows. 

Du kannst in einer Rakete sitzen und den Start miterleben. Es gibt ein Shooterspiel, bei dem du versuchtst, Aliens auf dem Mond zu erschiessen. In anderen Raketen kannst du herumfliegen, wie du willst. 

Am Ende des Rundganges gibt es wieder einen grossen Shop. Du kannst Bilder von dir als Astronaut*in machen oder sonst ein Souvenir aussuchen. 

Wir fuhren schon früher zurück, da wir zu Hause noch ein Spiel mit den Grosseltern spielen wollten. Ebenfalls erkundeten wir noch die Nachbarschaft und kauften uns ein Eis. 

Nun war die Reise auch schon fertig, wie zuvor fuhren wir wieder alles bis nach Virginia per Auto. In Virginia angekommen, wurden wir von dem bekannten Spruch „Virginia is for Lovers“ empfangen. 

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Washington DC 

Obwohl Washington nicht allzu weit weg von uns ist, entschieden wir uns dafür, ein ganzes Wochenende dorthin zu gehen. Da wir auch den Hund Zelda mitnahmen, mussten wir uns ein Airbnb etwas ausserhalb der Stadt suchen. Ich hatte mein eigenes Zimmer und Bad, mit einem grossen Fernseher. 

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Unser Programm startete mit dem internationalen Spionage- und James-Bond-Museum. Dies war sehr spannend, da wir selber ein Spion waren und während des Rundganges verschiedene Aufträge erledigen mussten. Am Ende war ich ein voll ausgebildeter Spion. 

Du lernst mehr über das FBI, da dieses selber keine Rundgänge in seinen Gebäuden anbietet. Wie erfuhren mehr über den Kalten Krieg, da diese Zeit sehr viele Spione beanspruchte, ebenfalls lernten wir über die Aufklärung von 9/11 und wie sie Osama bin Laden ausfindig machen konnten. 

Nach diesem Rundgang gab es ebenfalls eine Abteilung für die James-Bond-Fans, dabei wurden sämtliche Fahrzeuge aus seinen Filmen ausgestellt. Wir machten sehr viele Fotos, da alle von uns seine Filme kennen und mögen. 

Nach dem Museum ging es für uns mehr in die Innenstadt. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind alle in Laufdistanz, somit war es auch für meine jüngeren Gastbrüder machbar. Der Frühling ist eine sehr empfehlenswerte Zeit, Washington DC zu besuchen, da es sehr viele Kirschblütenbäume hat. Im Frühling sind diese bezaubernd weiss und rosa. 

Wir begannen mit dem Washington Monument, dies ist ein grosser Turm, den du von sehr weit weg schon sehen kannst. Dort ist der Nationalstolz stark zu sehen, da dieses von amerikanischen Flaggen umgeben ist. Von dort aus kannst du am Reflecting Pool entlanglaufen, der einen zum Lincoln Memorial führt. 

Abraham Lincoln ist ein sehr bekannter US-Präsident, er führte die USA durch den Bürgerkrieg und beendete die Sklaverei. Das Memorial sollte die Heilung der tief gespaltenen amerikanischen Nation symbolisieren, den Erhalter der Union ehren und ein unübersehbares Zeichen für die Freiheit setzen. 

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Anschliessend besuchten wir das Weisse Haus. Es wimmelte nur so von Security, weshalb wir nur aus weiter Entfernung Bilder machen konnten. Laut meiner Gastfamilie können sich Personen bewerben, um auch in das Gebäude zu gehen, dies sei als Ausländer*in jedoch schwieriger geworden. 

Beim Kapitol sah es anders aus, hier bekamen wir eine Tour. Wir sahen diverse Räume, einer der beeindruckendsten war der mit den Figuren. Jeder Staat kann zwei wichtige Personen aus seinem Staat schicken, die müssen aber bereits gestorben sein. 

Das letzte Memorial, das wir besuchten, war das Thomas Jefferson Memorial. Thomas Jefferson war der dritte Präsident der USA und Hauptautor der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Im Inneren findest du seine Statue, die Richtung Weisses Haus gerichtet ist. Er stand für die Gleichberechtigung aller Amerikaner*innen. 

Während du von einem zum anderen Memorial läufst, kommst du ebenfalls am World War II, Vietnam Veterans, Korean War Veterans und Martin Luther King Jr. Memorial vorbei. Diese sind nicht so bekannt, trotzdem sehr beeindruckend. 

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Am zweiten Tag fuhren wir wieder Richtung Richmond, hielten jedoch beim Great Falls Park an. Wir unternahmen eine kleine Wanderung und genossen die schöne Aussicht auf die Strömungen, bevor wir nach Hause fuhren. 

Freizeitparks 

In Virginia selbst gibt es zwei grosse Freizeitparks, zum einen den Busch Gardens in Williamsburg und zum anderen den Kings Dominion. Hier war ich nicht mit meiner Gastfamilie unterwegs, sondern mit meinen Nachbarn oder sonst Freunden. 

Bei beiden Parks gibt es actionreiche und grosse Achterbahnen. Du kannst auch viele Preise bei Karnevalspielen gewinnen, wobei ich dabei noch nicht so erfolgreich war. Für mich überraschend war es, dass wir kaum anstehen mussten und meistens direkt überall einsteigen konnten. 

Am Abend herrscht immer eine schöne Stimmung, da es überall Lichter gibt. Für jede Jahreszeit werden die Parks noch einmal extra geschmückt. Besonders Halloween war spannend, da es Horrorbahnen und Zelte gab. Am Abend kamen ebenfalls Monster und Clowns hervor, welche die Besucher*innen einschüchterten. 

Zur Weihnachtszeit wurde Busch Gardens in einen Weihnachtsmarkt umgebaut. Einige Bahnen waren noch offen, da es aber sehr kalt war, tranken wir nur heisse Schokolade. 

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Bootsfahrten 

Meine Nachbarn besassen ein Boot auf einem See, nicht sehr weit von Chesterfield entfernt. Als es wieder Sommer wurde, fuhren wir herum und hatten Spass. Besonders lustig fand ich das Wakeboarding. Da das Boot sehr schnell war und scharfe Kurven nehmen konnte, flogen wir sehr schnell herunter. 

Auch sonst kannst du entspannt schwimmen, der See ist auch nicht so gross, dass du dich um andere Boote kümmern musst. 

Treffen mit meiner Familie 

Dies gehört nicht mehr offiziell zu meinem Austauschjahr dazu, jedoch nahm ich es trotzdem hinein. In meiner letzten Schulwoche kamen mich meine Eltern besuchen. Ich konnte ihnen meine Schule und Umgebung zeigen und wir unternahmen etwas, bevor wir weitergereist sind. 

Ebenfalls konnten sie meine Gastfamilie, Nachbarn und Freunde kennenlernen. Somit konnte ich meine zwei „Leben“ miteinander verbinden. 

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